Glossary
| A |
B |
C |
D |
E |
F |
G |
H |
I |
J |
K |
L |
M |
| N |
O |
P |
Q |
R |
S |
T |
U |
V |
W |
X |
Y |
Z |
| Wenn beim Anklicken eines Buchstabens nichts geschieht, ist kein Eintrag vorhanden. |
Adobe After Effects
After Effects arbeitet wie Premiere pixelbasiert, hat aber über das Leistungsspektrum von Premiere hinausgehend zusätzliche Animations-Features, mit denen Schriften, Standbilder und einzelne Videosequenzen bewegt, mit einem umfangreichen Satz an Filtern belegt, gefaded, skaliert, beschnitten, u.v.m. werden können. Auch hier ist es möglich das entstandene Video-Compositing in unterschiedliche Datei-Formate zu exportieren. Die Möglichkeiten reichen von verlustfreien Formaten wie Quick Time Movie und DV-PAL bis zu unterschiedlichen Kompressions-Verfahren wie MPEG, Cinepac oder animated GIF.
Adobe Premiere
Adobe Premiere ist eine Video-Schnitt- und -Bearbeitungs-Software, mit der man digitalisierte Videdeosequenzen bearbeiten, korrigieren und mit unterschiedlichen Überblendungs-Funktionen zusammenstellen kann. Dieses Programm arbeitet pixelbasiert (s. pixelbasierte Programme) und berechnet und speichert in jedem einzelnen Frame Pixel für Pixel. Frames sind die Einzelbildeinheiten, die in der Folge die Bewegung in einer digitalen Animation oder Video-Sequenz ergeben. Das PAL-Format, das dem TV-Standard in Europa entspricht, legt z.B. 25 Frames per second (fps) bei einer Bildgrösse von 768 x 576 Pixel bei Bildschirmauflösung (72 dpi) fest. Bei der Berechnung von 25 Bildern pro Sekunde kann man sich vorstellen, was für eine Datenmenge bereits bei einer nur wenige Minuten dauernden Filmsequenz zusammenkommt, und dass diese Video-Formate sich in geringer Grösse zwar zum Downloaden eignen, aber nicht wirklich in Echtzeit über das Netz anzuschauen sind. Nach Fertigstellung ist es daher möglich, das Video in unterschiedlichen Datei-Formaten wie z.B. Quicktime, TIFF-Sequenz aber auch, speziell für das Web, als MPEG zu exportieren oder als Real-Format zu encodieren.
ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)
Eine Variation von DSL, die für den privaten User interessant ist. Asymmetrisch deshalb, weil der grösste Teil der Bandbreite des Telefonkabels genutzt wird, um Daten vom Server zum User zu bringen (Downstream). Nur ein geringer Teil der Bandbreite wird für die Interaktion, das heisst die Datenübertragung vom User zum Server (Upstream), genutzt. Das ergibt sich aus den Nutzerbedürfnissen. Downstreaming wird viel häufiger gebraucht, während für das Upstreaming nur eine geringe Bandbreite nötig ist.
Übertragungsgeschwindigkeiten mit ADSL:
Downstream: bis zu 6.1 megabits per second (theoretisch) praktisch eher bis 700 Kbps
Upstream: bis zu 640 Kbps (theoretisch) praktisch ca. bis 300 Kbps.
Zum Vergleich: Für flüssige Bilder im kleinsten Fomat von 160 x 120 Pixel (ca. 2,7 x 2,8 cm) ist eine Streamrate von 45 Kbps nötig. Für Vollbilddarstellungen sind 150 Kbps das Minimum.
Ästhetische Probleme
Grundsätzliche ästhetische Probleme bei der Produktion von Filmen für das Internet erwachsen aus der Tatsache, dass die Datenmenge der Filme so klein wie möglich gehalten werden muss, um eine gute Übertragung zu garantieren. Einige Dinge können schon beim Machen der Filme beachtet werden:
- Die Datenmenge sollte durch geringe Bildveränderung möglichst klein gehalten werden.
- Keine schnellen Bewegungen (bei geringer Bandbreite keine flüssige Übertragung).
- Möglichst wenige Details (Muster etc.).
- Wenige, wenn harte Schnitte.
- Möglichst wenige Effekte wie starke Verzerrungen oder Verformungen.
- Nur kleine Teile des Bildes animieren, wie z.B. einen wackelnden Kopf o.ä.
- Statt der gewohnten 25 Bilder pro Sekunde haben Web-Animationen normalerweise nur 5-15 Frames pro Sekunde, weil eine Übertragungsrate von 25 Bildern, wie vom TV gewohnt, von vielen Computern nicht verarbeitet werden kann. (Das Hirn ist durch die Filmerfahrung darauf trainiert, sich die zusätzlichen Bilder vorzustellen, so dass auch mit einer geringeren Framerate der Film flüssig erscheint.)
- Durch zu geringe Bandbreite kann es auch passieren, dass die Bilder nur ruckelig, der Ton aber flüssig übertragen wird, so dass sie irgendwann auseinander klaffen. Das Problem wird häufig dadurch gelöst, dass der Sound aus Loopings besteht, eine best. Musiksequenz also immer wieder wiederholt wird.
Auflösung
Mit Auflösung wird die Anzahl der Pixel bezeichnet, die auf einem Inch (2,45 cm) dargestellt und berechnet wird. Bei einem Bildschirm handelt es sich standardmässig um 72 ppi (pixel per inch) oder dpi (dots per inch). Insofern ist auch für Grafiken im Netz keine höhere Auflösung als 72 dpi nötigt, da das Ausgabemedium immer ein Bildschirm ist. Da Drucker aber z.B. wesentlich mehr dots per inch darstellen können, kommt es vor, dass direkt aus dem Netz gesaugte Grafiken und Bilder im Ausdruck sehr grob und pixelig aussehen.
Bandbreite
Die Bandbreite ist der Ausdruck für die Geschwindigkeit der Datenübertragung (Durchsatz) z.B. im Internet, beschrieben durch die Leistungsfähigkeit einer Übertragungsleitung, z.B. Telefonkabel oder Breitbandkabel. Je grösser die Bandbreite einer Leitung, desto schneller können Informationen übertragen werden bzw. desto mehr unterschiedliche Informationen können gleichzeitig übertragen werden.
Im Digitalsystem wird die Bandbreite in bits per second (bps) ausgedrückt. Ein Modem mit einer Leistungsübertragung von 57,6 Kilobit per second (1Kbps = 1000 bps) hat die doppelte Bandbreite eines Modems mit einer Leistungsübertragung von 28,8 Kbps. Es ist doppelt so schnell, kann also die gleiche Datenmenge in kürzerer Zeit bzw. grössere Datenmenge in derselben Zeit übertragen. Weil immer mehr Streaming-Inhalte im Netz installiert werden, steigt der Bandbreitenbedarf enorm.
Zum Vergleich: Telefonleitungen z.B. sind schmalbandig, d.h. sie haben eine sehr geringe Übertragungsleistung (28,87 Kbps), die aber ausreichend ist für die Übertragung von Gesprächen. Glasfaserkabel dagegen haben eine sehr hohe Bandbreite, es können grosse Informationsmengen parallel übertragen werden.
Bitmap
Bei diesem Dateiformat handelt es sich originär um eine Pixelmatrix, in der die einzelnen Pixel nur die Zustände schwarz oder weiss darstellen können. Es handelt sich also um eine binäre Darstellungsform, in der der Zustand jeweils mit 1 oder 0 gespeichert wird. Zur Speicherung pro Pixel wird daher nur ein Bit benötigt, was einer Daten-Tiefe von einem Bit entspricht. Bitmaps haben daher in der Regel relativ kleine Dateigrössen.
Inzwischen hat sich der Begriff aber auch für Dateiformate durchgesetzt, die für jeden Pixel bis zu 32 Bit speichern und damit eine hochdetailierte farbige Darstellung ermöglichen (s. RGB).
DSL (Digital Subscriber Line)
DSL gibt es seit 1998. Es handelt sich dabei um eine Technologie, die wie ISDN die Informationen schon direkt als digitale Daten über das normale Telefonnetz bringt, allerdings eine wesentlich höhere Bandbreite als ISDN zur Verfügung stellt. Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6.1 Mbps sind möglich (rein theoretisch). Durch diese sehr schnelle Übertragungsrate (hohe Bandbreite) wird eine kontinuierliche Übertragung von Bewegtbildern, Audio und 3-D-Effekten ermöglicht. Full-Screen-Animationen können umgesetz werden, Farben, Bewegungen und auch der Sound sind viel hochwertiger. Auf längere Sicht wird DSL ISDN ersetzen und auch mit der Bandbreite eines Kabelmodems konkurrieren.
Flash (als vektorbasiertes Animationsprogramm)
Bei Flash handelt es sich um eine weitverbreitete Authoring Software, die von Macromedia entwickelt wurde. Mit Flash lassen sich vektorbasiert FullScreen-Navigationen, Interfaces und interaktive grafische Illustrationen in einem von der Darstellungsgrösse beliebig vergrösser- oder verkleinerbaren Dateiformat erstellen, das klein genug ist, um es über eine Standard-Modem-Verbindung zu streamen. Die Software, die es inzwischen in Version 5.0 gibt, ist allgegenwärtig im Netz, weil das Format einerseits sehr schnell übertragen werden kann (vektorbasierte Seiten, die sich während des Downloads an unterschiedliche Display-Grössen und -Auflösungen anpassen lassen) und zusätzlich die dargestellten Animationen sehr weich rendert. Es ist ausserdem möglich, zahlreiche unterschiedliche Bitmap-Formate zu importieren und einzubinden - was allerdings die Dateigrösse je nach Anzahl erheblich aufblasen kann - Sound hinzuzufügen und Interaktivität zu definieren. Auf diese Weise lassen sich in Flash ganze Site-Komplexe konzipieren und programmieren: eine durchlaufende Animation wird über die Zeitleiste und per Definition von KeyFrames erstellt, an bestimmten Stellen ges pt, um Standbild-Content zu zeigen, und springt über einen vom User gesteuerten Maus-Click an die Stelle im Film, die der User ausgewählt hat. Das Ganze wird dann als zusammenhängende Flash-Datei gespeichert und auf einer Website über HTML nur plaziert. Um sich Flash-Filme im Netz ansehen zu können, ist dann auf der Frontend-Seite ein sogenannter Player nötig, der entweder als Freeware direkt von Macromedia downgeloaded werden kann, oder als PlugIn schon Bestandteil der Browser-Ausstattung ist. Mit dem Player lässt sich allerdings der Falsh-Film nur zeigen - es ist nicht möglich die Datei zu weiter zu editieren oder sich die jeweils spezifische Programmierung anzuschauen.
GIF (Graphics Interchange Format)
Das GIF ist neben dem JPEG eines der beiden am häufigsten verwendeten Bildformate im WWW und ist auch sonst im Internet zum Standard für netz-optimierte Grafik- und Bild-Formate geworden. Der LZW-Komprimierungs-Algorithmus, der der Bild-Komprimierung bei der Erstellung eines GIFs zugrunde liegt, ist lizenzpflichtig. GIFs können z.B. als Export-File aus Photoshop heraus erstelt werden und bieten im Gegensatz zum JPEG diverse zusätzliche Features an, die z.B. auch kleine Animationen einschliessen.
Es gibt zwei Versionen des Bild-Formats, GIF87a (1987) und GIF89a (July 1989) und drei wichtige zusätzliche Features, animated GIF, interlaced GIF und transparentized GIF.
- animated GIF: Beim animated GIF, kann eine kurze Bildsequenz als Minianimation in einer einzelnen GIF-Datei mit abgespeichert werden. Diese Minianimation, die häufig in Form von Werbebannern und kleinen blinkenden Icons zu finden ist, läuft in einer zeitlich festgelegten Bildreihenfolge ab und kann sich bis ins Unendliche wiederholen (endless Loop). Dieses war erst im GIF89a-Format möglich. Zur Erstellung dieser Minianimationen gibt es diverse Programme, die als Freeware im Netz kursieren.
- interlaced GIF: Bilder, die mit diesem Feature abgespeichert werden, werden bereits grob aufgepixelt auf der sich im Laden befindenden Website gezeigt, um sich im Verlauf des weiteren Ladens immer detaillierter aufzubauen, bis das Bild in voller Qualität zu sehen ist. Das hat den Vorteil, dass bereits sehr früh Bild-Content zumindest erahnt werden kann, im Gegensatz zu einem reinen Platzhalter, wo nur die Bildunterschrift auf den Character des Bildes Rückschlüsse erlaubt. Für User mit hohen Zugangs-Datenraten ergibt sich demzufolge kaum ein Unterschied zwischen interlaced und non-interlaced GIF.
- transpatentized GIF: Durch diese Einstellung ist es möglich eine oder mehrer Farben in einem GIF als transparent zu definieren, um freigestellte Bilder wie runde Icons auf Website-Hintergründe zu setzen.
Graustufen/Greyscale
Im Graustufen-Format lassen sich pro Pixel bereits alle hardwaretechnisch möglichen 256 unterschiedliche Helligkeitsstufen von Schwarz (ohne Weiss, also 256 + 1) darstellen. Um 256 verschiedene Intensitätsstufen zu speichern, werden 8 Bit benötigt: ein Bit ist der Speicherplatz für einen dualen Zustand, 0 oder 1, 28 (8 Bit) = 256. Pro Pixel potenziert sich also die Dateigrösse bei der gleichen Ausgangsgrafik im Vergleich zu einer Bitmap um den Faktor 8.
Indizierte Farben
In diesem Format wird die Farbpalette auf max. 256 Farben reduziert und in einer Farbtabelle gespeichert, in der sie über eine Nummer von 0 bis 255 identifizierbar sind. Das Verfahren, das Spektrum von 16 Mio. Farben mit 256 farben punktuell abzudecken, heisst Indizieren. Bei der Umwandlung in Indizierte Farben stehen unterschiedliche Farbberechnungen zur Auswahl: eine exakte, eine flexible und eine selbst definierte Farbtabelle. Mit diesem Verfahren lassen sich Bilder und Grafiken bereits über den reduzierten Farbumfang in ihrer Dateigrösse für das Netz optimieren.
ISDN (Integrated Services Digital Network)
Ermöglicht die digitale Datenübertragung über das normale (analoge) Kupferdraht-Telefonnetz. Dazu muss lediglich eine ISDN-Buchse an das Telefonnetz angeschlossen werden. Das Telefonnetz wird dadurch leistungsfähiger, das heisst seine Bandbreite wird erhöht (Von 28,87 Kbps auf max.126 Kbps).
Vorteile des Telefonnetzes:
- - Es beinhaltet die Zweiwegekommunikation (Interaktivität).
- - Es ist in jedem Haushalt vorhanden.
Aber: Das analoge Telefonnetz hat nur eine Übertragungsrate von 28,87 Kbps. Die Übertragung eines zweistündigen Spielfilmes würde ca. zwei Jahre dauern! Durch ISDN ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von 128 Kbps (2x64) möglich.
Dienste integrierend bedeutet, dass alle Telekommunikationsformen (analoge und digitale) in einem Übertragungsnetz vereint sind: Telefon, Telefax, Teletext, Bildtelefonie, Datenübermittlung. Dem Nutzer stehen die verschiedenen Dienste in digitaler Form zur Verfügung: Sprache, Daten, Text, Grafik, Audio.
Instanzen
Als Instanzen werden im Standard-Animationsprogramm Flash aktuelle Erscheinungen von Symbolen auf der Animationsbühne bezeichnet. Als Symbole gespeicherte Grafikbestandteile können als Instanz immer wieder verändert (also positioniert, skaliert, gedreht etc.) werden, ohne daß das Symbol von dieser Veränderung betroffen ist. Der Produktionsprozeß kann so erheblich vereinfacht werden. Symbole können statische grafische Elemente, Animationssequenzen oder Schaltflächen sein.
JPEG (Joint Picture Expert Group)
Ein JPEG ist ein Bild-Datei-Format, das auf einem speziellen Komprimierungsverfahren bzw. Komprimierungsalgorithmus beruht, der von der Joint Picture Expert Group entwickelt wurde und die Definition unterschiedlicher Komprimierungs-Qualitäten zulässt. Bei dem Komprimierungsverfahren handelt es sich um ein "lossy"-Verfahren, durch das ähnliche Bildteile als gleich einmalig gespeichert werden, ohne wieder rekonstruiert werden zu können. Dieses Vorgehen gibt stark komprimierten JPEGs ihr unverwechselbares, pixeliges Aussehen. Weil die höchste Qualitäts-Einstellung die grösste Dateigrösse nach sich zieht, ist es wichtig, in der Relation Bildqualität und Dateigrösse das optimalste Ergebnis für den jeweilien Bildverwendungszweck zu finden. Zusammen mit dem GIF ist es das am weitesten verbreitete Bildformat im WWW, das in Form des progressive JPEGs auch ähnlich wie das interlaced GIF eingesetzt werden kann.
Kabel-Modem
Das Kabel-Modem ermöglicht es, den PC an das lokale Kabelnetz anzuschliessen. Dadurch kann eine Datengeschwindigkeit von bis zu 1.5 Megabit per Second (1 Mbps = 1.000.000 bps) erzielt werden. Im Vergleich: Modem: 56 Kbps, ISDN: 128 Kbps.
Kabel-Modems werden normalerweise in die Set -Box integriert, die einen Zugang zum Internet via TV ermöglicht. Der Zugang wird vom Kabelbetreiber bereitgestellt. Die Bandbreite vom Anbieter zum Teilnehmer beträgt bis zu 27 Mbps, Für die interaktive Antwort ca. 2,5 Mbps. Die Beschränkung
auf 1,5 Mbps kommt durch Restriktionen, die aus dem Netz erwachsen.
Modem ( Modulator and Demodulator)
Das Modem verbindet den Computer mit dem Telefonnetz. Es wandelt die ausgehenden digitalen Computersignale in analoge Signale um, damit diese über die Telefonleitung übertragen werden können. Beim Empfänger wandelt es die analogen Signale wieder in digitale um. Das Leistungsmerkmal eines Modems ist seine Datenübertragungsgeschwindigkeit, die Angabe erfolgt in Bits per second (bps). Ganz alte Modems hatten eine Leistungsübertragung von 300 bps. Die nächste Generation
hatte ca. 2400 bps, was E-mail-Übertragung ermöglichte. Dann kamen Modems mit 14.4 Kbps und 28.8 Kbps, entsprechend den immer höheren Bandbreitenanforderungen. Gängig sind heute Modems mit 56 Kbps (auch noch 28,8 Kbps).
MP3
Das MP3-Audio-Format entstand aus dem MPEG-1 Layer 3. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung speziell für Audiodaten. Die Soundfiles werden so komprimiert, dass sie nur noch ein Zwölftel der ursprünglichen Datengrösse haben, beim Abspielen jedoch keinerlei Qualitätsverlust hörbar ist. Die Komprimierung erfolgt dabei hauptsächlich durch das Weglassen von Tönen, die für das menschliche Ohr sowiso nicht wahrnehmbar sind.
Normalerweise funktioniert das Abspielen von Songs per Download-and-play. Mit entsprechenden Playern können sie aber auch als Streaming-Sound angehört werden, z.B. mit RealPlayer. Streaming Sound ist entsprechend wichtig für Filme mit Sound im Netz.
MPEG (Motion Picture Expert Group)
Die Motion Picture Expert Group ist eine Arbeitsgruppe, die Standards für die digitale Audio- und Videokompression entwickelt. Die Videokompression erfolgt durch sog. Delta-Frames. Bei einer Bildfolge (Film) werden nur die Inhalte übertragen, die sich zum vorhergehenden Bild geändert haben. MPEG steigert die Kompression noch dadurch, dass wenn möglich nicht einmal die Veränderungen selbst gespeichert werden, sondern nur deren Bewegungsrichtung (s.Vektor). Besonders gut bei einer Figur, die nur die Position, nicht aber das Aussehen verändert. Um Fehler zu reduzieren und Qualitätsverluste durch ständige Kompression in Grenzen zu halten, wird in regelmässigen Abständen ein volles Bild gespeichert, der sogenannte Keyframe.
Bis heute gibt es folgende Standards:
- - MPEG-1: Komprimierungsstandard für die Speicherung digitalisierter Bild- (CD-ROM, Video-CD) und Tonsignale (DCC = Digital Compact Disc). Digitale Audio- und Videoübertragung.
- - MPEG-2: Für Speicherung (Digital Video Disk DVD) und Übertragung von Fernsehen (Digital Video Broadcast DVB), Multimedia und anderen Datendiensten. Komprimierungsstandard für digitales TV.
- - MPEG-4: Standard für Multimedia im Netz und Mobilfunkübertragung. MPEG4 bietet momentan die beste Kompression für Videos im Netz. Eine Minute Video kann auf ca. 6 Mbyte reduziert werden. Dabei wird immer noch bildschirmfüllendes Videoformat geliefert. Die Qualität ist nicht viel schlechter als der MPEG-2 Broadcast-Standard (TV-Standard).
Pixel (Picture Element)
Ein Pixel ist das kleinste Element, das ein Bildschirm, Drucker oder Ausgabegerät anzeigen oder ausdrucken kann. Pixel werden einzeln gemalt bzw. definiert und stellen in ihrer Gesamtheit ein Bild oder eine Grafik dar. Prinzipiell ist eine Pixelgrafik einem Bitbild (s.Bitmap) ähnlich, da es ebenso eine Bildschirmgrafik darstellt. Allerdings weist eine Pixelgrafik eine zusätzliche Dimension - auch Tiefe genannt (s.RGB) - auf, die die Anzahl der jedem Bildschirmpixel zugeordneten Bits im Speicher beschreibt. Sämtliche Pixel einer Grafik sind in einem rechtwinkligen Gitter angeordnet und bilden so eine Art grafische Matrix. Jeder Pixel kann 256 unterschiedliche Helligkeitszustände darstellen und lässt sich einzeln verändern oder manipulieren.
Pixelbasierte Programme
Z.B. Adobe Photoshop. Weitverbreitetes Bildbearbeitungsprogramm, inzwischen in Version 6.0, mit dem sich pixelbasiert Grafiken und Fotos über eine umfangreiche Toolbar und Menüführung erstellen, bearbeiten und manipulieren lassen. In Photoshop lassen sich unterschiedliche Dateiformate definieren, die sich massgeblich in ihrer Daten-Tiefe unterscheiden: Bitmap, Graustufen, RGB und Indizierte Farben.
Nachteile: Die begrenzte Auflösung von Details, der wenig erwünschte Sägezahneffekt und die erforderlichen hohen Rechenleistungen.
Vorteile: Pixelgrafiken lassen sich leichter bearbeiten als Vektorgrafiken.
PlugIn
PlugIn-Applikationen sind Programme, die sehr einfach installiert und als Bestandteil des Browsers genutzt werden können. Der Netscape Browser erlaubte es als Erster, zusätzliche Programme zu installieren und definieren, mit denen sich Audio- oder Video-Formate abspielen liessen oder die andere erweiternde Browser-Funktionen ermöglichten. PlugIn-Applikationen werden automatisch vom Browser erkannt und ihre Funktion wird im aufgerufenen HTML-File integriert. Häufig runtergeladenen PlugIns sind Adobes Acrobat Reader (s. PDF), RealNetworksStreaming Video Player (s. Streaming) und Macromedias
Shockwave for Director. Daneben gibt es aber hunderte von weiteren unterschiedlichen PlugIns, die im Netz kursieren.
Portable Network Graphics (PNG)
PNG ist ein Datei-Format für die Kompression von Bild-Formaten für das Netz, von dem erwartet wurde, das es das GIF-Format verdrängen wird, dessen Verwendung zur Zeit neben dem JPEG-Format das Internet dominiert, aber lizenzpflichtig ist. Das PNG-Format hingegen wurde von seinen Urhebern ausdrücklich lizenzfrei zur allgemeinen Verfügung gestellt und beeinhaltet zusätzlich eine Vielzahl von Verbesserungen und zusätzlichen Features gegenüber dem GIF. ähnlich wie beim GIF-Format ist das Komprimierungs-Verfahren beim PNG-Format losslessy (verlustlos), d.h. dass alle Bildinformationen beim Vorgang der Dekomprimierung - beim Aufrufen/Anschauen des jeweiligen Bildes - rekonstruiert werden. Das PNG-Format wird nicht das JPEG-Format ersetzen, dessen Komprimierungs-Verfahren lossy (verlustreich) ist und das dem User gestattet, den Grad und die Qualität der Komprimierung zu definieren. Normalerweise kann ein als PNG abgespeichertes Bild aber 10 - 30% stärker komprimiert werden als ein GIF.
Das PNG-Format beinhaltet folgende Features:
- Man kann nur eine Farbe als transparent definieren, aber den Grad der Transparenz kontrollieren.
- PNG unterstützt den Modus Interlaced GIF und lädt Bilder in diesem Modus schneller als das eigentliche GIF-Format.
- Im PNG-Format ist es möglich Gamma-Korrekturen durchzuführen, was die Korrektur von Lichtverhältnissen wie Erhöhung oder Reduzierung von Helligkeit in Bildern ermöglicht.
Im Gegensatz zum GIF89a-Format unterstützt das PNG-Format allerdings keinerlei Animation (s.animated GIF), weil es nicht mehrere Bilder speichern kann und wird nur von Browsern der neuesten Generation unterstützt.
Portable Document Format (PDF)
PDF ist ein Datei-Format, das alle Elemente eines Druck-Dokumentes in der Erzeugung eines elektronischen Bildes integriert und es dadurch ermöglicht, Broschüren, Flyer oder Bücher programmunabhängig bei bestehender Seitenstruktur anzuschauen und auszudrucken. PDF-Files werden in Adobe Acrobat, Acrobat Capture oder ähnlicher Software erstellt. Um sich PDF-Dokumente anzuschauen und zu nutzen, benötigt man Acrobat Reader, der als Freeware bei Adobe und überall im Netz zum Download angeboten wird. Mit Acrobat erstellte PDF-Files sind mehr als Bilder oder Text-Dokumente: Sie können spezifische Type-Fonts als kompletten Schrift-Satz integrieren, so dass Texte in der originären Schrift unabhängig vom Schriftbestand des Users überall angeschaut werden können. Sie können auch interaktive Elemente wie Buttons für das Aufrufen von Formularen oder integrierten Audio- und Video-Files beeinhalten. PDF-Dateien sind von ihrer Grösse her wesentlich kleiner als die Ausgangsdateien der für den Druck spezifizierten Dokumente und eignen sich daher besonders zum Download oder zum Verschicken als E-Mail-Attachement.
RGB
RGB ist eine Abkürzung und steht für die Grundlichtfarben der Bildschirmdarstellung Rot, Grün und Blau. In einem herkömmlichen Computermonitor wird die Phosphorschicht der Mattscheibe mit Elektronen beschossen, wodurch Lichtenergie freigesetzt wird. Die Mischung aus rotem, grünem und blauem Licht wird vom Auge als Farbe wahrgenommen (additive Farbmischung). Wenn alle drei Grundfarben in voller Intensität ausgestrahlt werden, entsteht weisses Licht, wird kein Licht ausgestrahlt, bleibt die Mattscheibe schwarz. Unterschiedliche Strahlungsintensitäten regen die Phosphorschicht in unterschiedlichem Masse an, so dass aus den drei Grundfarben (genauer: durch Variieren ihrer Helligkeit) alle Farben des RGB-Spektrums gemischt werden können. So lassen sich fotorealistische Darstellungen auf dem Bildschirm erzeugen.
In Photoshop (s.pixelbasierte Programme) werden RGB-Formate in drei Kanälen angelegt, für jede Farbe einer, die jeweils der Pixelmatrix einer Graustufen-Datei entsprechen und übereinandergelegt das komplette farbige Bild erzeugen. Das bedeutet, dass pro Pixel insgesamt gesehen, also unter Berücksichtigung aller drei Farbebenen, 256 x 256 x 256 unterschiedliche Zustände möglich sind, was einer Farb-Tiefe von 24 Bit (224 = 256 x 256 x 256 = 16,7 Millionen) entspricht. 16,7 Mio. Farben ist auch gleichzeitig die umfangeichste Farbdarstellung, auf die ein Monitor einzustellen ist. Pro Pixel potenziert sich bei einer RGB-Datei die Dateigrösse bei der gleichen Ausgangsgrafik im Vergleich zu einer Bitmap um den Faktor 24. Je nach Grösse und Auflösung werden RGB-Dateien daher mehrere bis viele MegaByte gross.
Shockwave
Shockwave ist ein Dateiformat für Filme oder komplette Website-Konzeptionen - ähnlich wie in Flash aber pixelbasiert, die in Macromedia Director mit einer speziellen Programmiersprache (Lingo) programmiert und als Shockwave-Format exportiert werden. Shockwave ist gleichzeitig ein PlugIn, das Browsern ermöglicht, diese Filme anzuzeigen.
Streaming
Beim Streaming kann der User heruntergeladene Media-Dateien (Video oder Audio) bereits während der Übertragung anschauen bzw anhören. Er muss dafür nicht warten, bis die komplette Datei übertragen ist (Download-and-play-Prinzip). Beim Streaming werden die Daten so gut wie ohne Zeitverschiebung vom Server zum Client (Streaming-User) übertragen. Man spricht daher auch von Echtzeitübertragungen.
Bei der Übertragung spielt die Bandbreite der Übertragungsleitung eine sehr grosse Rolle.
Wenn die Bitrate, mit der die Datei zum Client übertragen wird, höher ist, als die Geschwindigkeit des Internetanschlusses, wird die Übertragung sehr ruckelig, Bilder werden ausgelassen, die Audioübertragung ist schneller als die Videoübertragung etc. Der Grund ist, dass die Daten langsamer übertragen werden, als für ein flüssiges Abspielen des Filmes eigentlich nötig wäre.
Um diesen Effekt zu verhindern bzw. zu minimieren gibt es das sog. Buffering (Puffern). Beim Buffering werden die komprimierten Daten chronologisch vom Server zum Client übertragen und in einen sog. Cache (Speicher, der dem Client vorgelagert ist) zwischengespeichert. Wenn in diesem Cache ausreichend Daten angelangt sind, wird dieser Teil der Video- /Audio-Datei bereits abgespielt, während der Rest der Daten im Hintergrund weiter runtergeladen wird. Solange in dem Zwischenspeicher genügend Daten sind, ist ein kontinuierliches und flüssiges Abspielen der Daten garantiert.
Streaming funktioniert im Wesentlichen durch drei Komponenten:
- Encoder: Der Encoder konvertiert die jeweiligen Dateien (Video-, Audio-, Bilddateien) in das entsprechende Streaming-Format. Dieses Format ist Voraussetzung dafür, dass Daten überhaupt gestreamt werden können. Dabei komprimiert das Programm die Daten je nach angegebener Ziel-Bandbreite mehr oder weniger stark. Die gängigsten Encoder sind Real Video, Microsoft Windows Media und Apple Quicktime.
- Server: Die komprimierten Daten werden auf einem Mediaserver gespeichert oder kopiert. Von hier werden die Datenströme bei Anfrage an den entsprechenden Client geschickt.
- Player: Um die komprimierten Filme letztendlich sehen zu können benötigt der Anwender einen Player. Das ist ein spezielles Programm, das die Daten wieder entkomprimiert und ermöglicht, dass die Filme im Browser angezeigt werden können. Die gängigsten Player sind RealPlayer, Windows Media 7, Quicktime und Flash-Player. Beim Einspielen des Filmes in den Encoder können mehrere Versionen des Filmes gespeichert werden (mit verschiedenen Bitraten). Der Player hat dadurch die Möglichkeit, je nach Bandbreite der Internetverbindung des Clients, die Version mit der passenden Bitrate abzuspielen (Multi Stream).
Vektor
Der Vektor oder auch die Bèzier-Kurve ist eine Variable, die sowohl durch eine Länge, als auch durch eine Richtung charakterisiert wird. In der Computergrafik stellt ein Vektor eine gerichtete Linie zwischem einem Anfangs- und einem Endpunkt dar, die durch x-/y-Koordinaten in einem Gitter festgelegt sind. Vektoren werden in Zeichenprogrammen (s. vektorbasierte Programme) verwendet, in denen grafische Darstellungen erzeugt werden.
Formen und Flächen werden über die Erstellung von Linien, Winkel, Kurven, Kreise und Polygonen definiert, von denen die Eckpunkte als sogenannte Ankerpunkte manuell mit der Maus gesetzt werden. Objekte werden also in Form von einer Sammlung von Linien, ihrem Krümmungsverhalten und ihrer farblichen Füllung gespeichert. Eine Strecke von A nach B muss nicht mehr in vielen kleinen Schritten, sondern nur noch mit A und B angegeben und auch gespeichert werden. Durch diese Darstellungs- und Berechnungsmethode sind Dateien von vektorbasierten Programmen wesentlich kleiner als von pixelorientierten Programmen. Sie werden meistens nicht grösser als mehrere KiloByte.
Vektorbasierte Programme
Z.B. Macromedia Freehand, Macromedia Flash, Adobe Illustrator, CorelDraw.
Als vektorbasierte Programme handelt es sich um Grafikprogramme, in denen keine Bildbearbeitung möglich ist, wo aber Formte aus Bildbearbeitungsprogrammen importiert und in Grafiken miteinbezogen werden können. Aufgrund der Eigenschaft von Vektoren, die durch ihre Berechnungsmethode immer die höchstmögliche Auflösung auf Ausgabegeräten (sowohl Bildschirm - erkennbar beim Zoomen - als auch Drucker) ermöglichen, bieten sich diese Programme für Schriftsatz und typographische Gestaltungen an, weil trotz hächster Auflösung die Dateigrösse sehr klein sind. In Bezug auf Animationen sind diese Programme die Basis für Flash, da man hier Formen, Figuren und Flächen erstellen und dann weiter zur Animation in Flash importieren kann.
Vorteile: Die geringe Dateigrösse bei voller Auflösungsausschöpfung.
Nachteile: Die auffällig zweidimensionale Darstellung ist dominiert von Vollflächen und Linien (Comic-Style) ohne die Möglichkeit, fotorealistische Bilder zu erzeugen, die zwar eingebunden und platziert, aber nicht editiert werden können.
Webisode
Das Wort setzt sich aus "Web", stehend für das World Wide Web, und "Episode" zusammen. Es handelt sich hierbei also um eine Episode einer Serie, die für das Internet entwickelt wurde und auch dort zu sehen ist. Ein Beispiel ist das 7th Portal von Stan Lee Media.
Quellen:
www.whatis.com
www.britannica.com
www.zdnet.de
netlexikon.akademie.de
sowie Programm-Handbücher
|